Alaska Feeling in den Vogesen

Ende Mai 2014 fuhren Julia und ich auf einen kurzen Ausflug in die Vogesen. Eigentlich wollten wir etwas längeres unternehmen, aber der Einzug in unser neues Haus war wichtiger. Und wenn nicht viel Zeit ist, bietet sich das an, was vor der Haustür liegt. So hatten wir einen kurzen Trip, in dem Erinnerungen an Alaska wach wurden.

gefahrene Strecke

Die Strecke zum download für Google Earth.

Bilder

Bericht

Ich war natürlich mal wieder viel zu spät dran mit buchen und so war unser Lieblingshotel, das Les Bagenelles, schon ausgebucht. Mit dem La Roseraie in Grandrupt fanden wir allerdings eine nette kleine Alternative, irgendwo im niergendwo.

Teich beim Hotel

Teich beim Hotel

Die Anfahrt von Landau war zunächst von gutem Wetter geprägt. In den Vogesen wurde es jedoch zunehmend schlechter und wir kürzten die geplante Route ab. Da das Hotel abseits von allem liegt, fuhren wir über wunderschöne kleine Strassen. Das Hotel ist einfach, aber sauber und bietet ganz gutes Essen im Haus. Die Motorräder konnten wir in der Garage unterstellen. Es liegt zwar mitten im Ort an der Hauptstraße, der Ort ist aber so klein, dass man eher das Gefühl hat mitten in der Pampa zu sein. Ein kleiner Teich am Hotel bestärkte das ländliche Gefühl.

kleine Wege in den Vogesen

kleine Wege in den Vogesen

Am nächsten Tag machten wir uns auf in die Südvogesen um die Klassiker wie den Grand Ballon zu fahren. In Senones, ein nettes kleines Städtchen, kauften wir noch etwas beim Bäcker und fanden in St. Die-Des-Vosges sogar einen richtig guten Latte Macchiato. Man soll es kaum glauben, aber wahr, wir haben extra ein Beweisfoto gemacht :-) .

Über zum Teil recht kleine Strassen ging es weiter nach Süden, vorbei am Lac de Gérardmer, über den Gr. Pierre, zum Grand Ballon. Mit dem Alpenblick wurde hier jedoch wieder nichts, der Gipfel war im Nebel. Also wärmten wir uns im Restaurant auf und haben uns einen Kaffee und Kuchen gegönnt.

Grand Ballon

Grand Ballon

Nach dem Grand Ballon wollten wir noch über Linthal, Munster und Orbey fahren. Wir hatten aber eine Sichtweite von wenigen Metern und in Richtung Osten war es zudem dunkel und sah nach Regen aus. So sind wir auf der Route des Cretes geblieben und über Col de la Schlucht gefahren. Die schlechte Sicht und viele unbeleuchtete Radfahrer machten das zu einem nicht ganz ungefährlichen Unterfangen. Ab Col de la Schlucht klarte es auf und wir fuhren über Bonhomme zum Hotel zurück. Allerdings nicht nach Navi, sondern nach Wolkenfarbe.

Strasse nach Le Vermont

Strasse nach Le Vermont

Der dritte Tag verwöhnte uns dann mit Sonne satt. Vom Hotel aus fuhren wir über Le Vermont zurück nach Norden. Hier kamen wir über ganz kleine, einsame Wege im Wald und fühlten uns wie in Alaska. Wir dehnten die Heimfahrt aus und machten einen Abstecher nach La Petite-Pierre auf einen Kaffee. Zum Abschluss kehrten wir noch auf die Burg Landeck ein und genossen die Aussicht über unsere Heimat.

Blick von der Burg Landeck

Blick von der Burg Landeck

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Veröffentlicht unter Motorradtour, Reisebericht

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