Auf dem Weg nach Spanien

Ich bin auf Kurs Süd-West. Es geht über den Südschwarzwald, das Jura und Richtung Lyon über die Rhone. Von dort nach Süden bis Narbonne am Mittelmeer und in die Pyrenäen.

Der Weg nach Süd-Westen beginnt von Anfang an mit Kurven und schönen Strassen, keine Autobahn um Kilometer zu machen. Auch das Wetter spielt mit und ich bin von den schönen Strecken im Südschwarzwald überrascht. Im Jura geht es immer wieder an der Doubt entlang. Es ist ein absoluter landschaftlicher Hochgenuss am Fluss entlang zu fahren. Ein Farbenspiel aus grün, gelb und mittendrin der Fluss.

Im Doubt Tal
Im Doubt Tal
Im Doubt Tal

Im Doubt Tal


Das Gebiet ist das ideale Ziel für den Frühling, dagegen zeigt der Blick auf die Alpen noch sehr viel Schnee.

Blick auf die Alpen

Blick auf die Alpen

Nach dem langweiligen Rhone-Tal südlich von Lyon und dem Camping am Fluss, ging es morgens gleich in die Berge und es gab Kurven und Kehren zum Frühstück. Nachdem ich mich bei einem Bäcker versorgt hatte, konnte ich oben auf dem ersten Pass richtig frühstücken. Und das inclusive einem Blick über das Rhone-Tal und den Alpen im Hintergrund, phantastisch.

Ausblick auf das Rhone-Tal
Ausblick auf das Rhone-Tal

Ausblick auf das Rhone-Tal

Die ersten Kurven waren nur der Vorgeschmack, was an diesem Tag noch kam ist kaum vorstellbar. Kurven um Kurven zum schwindelig werden oder um sich in einen Kurvenrausch zu fahren. Dabei war ich meist auf Strassen der kleinsten Katgeorie unterwegs, man kann fast sagen, das war harte Arbeit. Besonders hervorzuheben sind die D500 südlich von St. Étienne, die N106 ab Mende nach Süden und die D48 und im Anschluß die D25 zwischen Florac und Soubes. Es war echt irre, von der Landschaft ganz zu schweigen. Zwischendurch dachte ich, genau so hab ich mir das Hinterland von Frankreich vorgestellt.

Hinterland von FrankreichHinterland von Frankreich
Hinterland von Frankreich
Hinterland von Frankreich
Hinterland von Frankreich

Hinterland von Frankreich

Schließlich bin ich der Küste immer näher gekommen. Ab Béziers hat es schon nach Meer und Urlaub gerochen und schließlich am Strand in Narbonne anzukommen war ein sehr gutes Gefühl. Ich hatte noch überlegt, ob ich gleich in ein Hotel einchecken und mich an den Strand legen soll. Allerdings war Samstag und ich befürchtete, dass wie auf dem Campingsplatz an der Rhone, die Jugend Abends feiert und es wieder eine laute Nacht wird. So beschloss ich, nach einer längeren Pause und einem Eisbecher, weiter zu fahren. Schließlich komme ich bei dieser Tour noch öfters ans Meer.

Strand bei Narbonne

Strand bei Narbonne

Die Anfahrt auf die Pyrenäen lies nicht gutes erahnen. Es war bedeckt und wolkenverhangen. Ein harter Unterschied von den 29 Grad in der Sonne zu den 17 Grad in den Wolken. Allerdings sah es schlimmer aus, als es war.

wolkige Pyrenäen

wolkige Pyrenäen

Es blieb trocken und auf einem Pass kam die Sonne raus und der Blick auf die schneebedeckten Gipfel öffnete sich.

Gipfel der Pyrenäen

Gipfel der Pyrenäen

Ideal um einen Kaffee zu kochen, dafür war der nächste Pass in den Wolken. Landschaftlich und kurventechnisch ist es hier absolut genial. Zeltplätze gibt es auch jede Menge, so mangelt es nicht an Übernachtungsmöglichkeiten.

Campingplatz in den Pyrenäen

Campingplatz in den Pyrenäen

Allerdings wollten die Berge sich dann doch nicht richtig zeigen. Es wurde schlimmer, regnete zum Teil und die Wolkenuntergrenze lag zum Teil bei 800m.

Tiefe Wolken in den Pyrenäen

Tiefe Wolken in den Pyrenäen

Das hatte zur Folge, dass ich auf den höheren Pässen im Nebel unterwegs war. Ich bekomme also nicht viel zu sehen von den Bergen.

Col de PeyresourdeCol de Peyresourde

Col de Peyresourde

So hatte ich heute einen sehr kurzen Tag und habe schon Mittags ein Hotel aufgesucht in der Hoffnung, dass Morgen das Wetter besser wird. Wenn das Wetter mit spielt, werde ich die Pyrenäen vom Mittelmeer bis zum Atlantik auf der Nordseite durchqueren. Auf dem Rückweg werde ich auf der Südseite vom Atlantik bis zum Mittelmeer fahren.

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Veröffentlicht unter Kurs Süd-West, Motorradtour
4 Kommentare auf “Auf dem Weg nach Spanien
  1. avatar Michael S. sagt:

    Bei solchen Reports komme ich ins Schwärmen – und Nachdenken, ob ich mir nicht doch auch ein Krad kaufe. Marco, bitte mehr solche fotogespickte Berichte. Super. Weiterhin gute Fahrt.

  2. avatar Mathias Graf sagt:

    Schön dass es für Dich weitergeht.
    Ich drücke die Daumen für das Wetter.
    Danke für den Bericht und die Bilder.
    Ich beneide Dich um den Luxus: Zeit !

  3. avatar Micha Schneider sagt:

    Da wünsch ich dir mal weiterhin gutes Wetter und eine geile Tour.
    Schreib schön fleißig weiter, :-).
    Bis denne Micha

  4. avatar Hans L. sagt:

    Hi Marco, bei Deiner Beschreibung der Gegend im Zentralmassiv wird mir ganz warm ums Herz. Dort bin ich schon vor 35 Jahren mit meinem alten Käfer tagelang rumgekurvt. Die Gorges du Tarn kannst Du ja noch auf dem Rückweg machen… Wenn Du ins Baskenland kommts unbedingt in San Sebastian Halt machen und Fische essen in Getaria!!!

    Grüße vom Albrand. Hans

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