Start mit schnellem Ende

Die Reise beginnt mit gutem Wetter und guten Vorzeichen. Doch schnell ändert sich einiges und es gibt einen taktischen Rückzug.

Jetzt bin ich unterwegs. Österreich und Ungarn sind auf meiner Route kein Motorrad Highlight. Es geht meist gerade aus. Südlich von Wien bin ich durch einen Ort namens Baden gekommen. Dort führte die Strecke durch ein schönes Tal mit vielen Kurven und sogar zwei Kehren. Das Wetter spielt auch mit, es ist sonnig und ich habe schon eine rote Nase. Nachmittags hat es in Ungarn zugezogen, es ist aber trocken geblieben. Nur die Temperaturen wollen nicht so recht. Als ich im Hotel in Österreich los fuhr hatte es 5 Grad, Mittags ging es in Ungarn auf maximal 14 Grad hoch. Deshalb habe ich mich in Ungarn nochmal in ein Motel eingemietet um heiss duschen und mich aufwärmen zu können. Mit Frühstück und Abendessen kostet das keine 25 Euro.

Allerdings hat mich hier ein Brech-Durchfall heimgesucht, wie ich es noch nicht erlebt habe. Ob es die Gnocky mit Schafskäse überbacken waren oder ein Magen- Darm Virus ist, wer weiss, auf jeden Fall gibt es neben Gliederschmerzen noch so manch andere Symptome. Ich bin einen Tag in dem Motel geblieben und hab fast den ganzen Tag geschlafen. Am Tag darauf  versuchte ich weiter zu fahren, allerdings hab ich trotz Thermo-Unterwäsche und 20 Grad gefroren. Die Suppe die ich Mittags gegessen habe kam direkt wieder retour. So weiter zu fahren macht keinen Sinn.

Dieser erste“Zwischenfall“, so ganz am Anfang, haben in mir Zweifel aufgekommen lassen, ob es eine gute Idee ist, eine solche Tour ganz alleine zu machen. In schwierigen oder kritischen Situationen ist es doch besser zu zweit zu sein. Gerade auf den Pisten in der Mongolei ist es mit der schwer beladenen Fuhre ein Fall für sich. Vor allem wurde mir bewusst, dass es durchaus, aufgrund von unvorhergesehenen Dingen, passieren kann, dass ich nicht rechtzeitig oder gar nicht in Alaska ankomme. Ein NoGo, da es für mich oberste Priorität hat, am 2.8. die Alaska Tour mit Julia zu starten.

Deshalb habe ich, nach langem hin und her, beschlossen den Rückweg anzutreten. Jetzt sitze ich am Balaton und habe wieder Cola und Salzstangen zum Abendessen, alles andere verweigert mein Magen noch.  Wenn ich wieder auskuriert und zu Hause bin, werden die Karten neu gemischt und ich werde sehen, was bis zum Flug nach Alaska passiert. Florida ist nicht abgeschrieben….

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Veröffentlicht unter Motorradtour, Weltreise
8 Kommentare auf “Start mit schnellem Ende
  1. avatar Michael S. sagt:

    Hi Marco,
    aus Deinen Zeilen kann man lesen, dass Du wahrlich mit Widrigkeiten zu kämpfen hast. Gut, dass Du keine übermütigen Entscheidungen triffst. Schliesslich würdest Du bis Vietnam nicht um eine Siegerprämie fahren. Die Siegerprämie gibt es erst ab Alaska ;-). Sei weiterhin klug, besonnen, rational und erst ab Alaska in netter Gesellschaft emotional, wie auch immer Du dorthin kommst.
    Michael aus Remsvalley

  2. avatar Wolfman sagt:

    Man, so eine Magen-Darm-Sache kann einen ordentlich umhauen. Gut dass es nicht in der „Wüste“ passiert ist.

    Sei bloss vorsichtig… Sicherheit geht vor!

    Viel Glueck..
    Bis dann
    Wolfgang

  3. avatar Patrick sagt:

    Hallo Marco,
    ich habe gerade Deinen Blogeintrag gelesen. Zuerst und am Wichtigsten: Gute Besserung!
    Da ich ja, zumindest etwas, „schuld“ an Deiner Reise bin, wollte ich ein paar Worte & Gedanken dazu schreiben.
    1.) Es ist eine mutige Entscheidung seine Pläne zu ändern. Es ist eine Sache einen Plan zu verkünden aber es gehört mehr dazu ihn zu revidieren und das aller Welt einzugestehen. Hut ab.
    2.) Seine Pläne zu ändern gehört zu so einer Reise. Unsere aktuelle Weltreise ist ganz anders verlaufen wie ursprünglich geplant. Aber das ist ok und auch besser so.
    3.) Viele Wege führen nach Rom und auch in die Mongolei. Du hast rausgefunden, dass Du nicht alleine fahren möchtest. Das heißt aber nicht unbedingt, dass Du gar nicht fahren kannst. Ich schätze es gibt hunderte Leute die die ähnliche Strecke jedes Jahr fahren. http://www.horizonsunlimited.com und http://forum.motorradkarawane.de/ sind eine gute Anlaufstelle um Leute zu finden die in die gleiche Richtung fahren. Als ich das erste mal durch Russland gefahren bin hat sich kurz vorher rausgestellt, dass mein bester Kumpel kein Geld für die Reise hatte. Ich hab dann aber doch einen „Ersatzmann“ über das Internet gefunden. Das hat super funktioniert. Auch ist es denkbar die Mongolei zu ueberspringen und „nur“ durch Russland zu fahren.
    4.) Ich denke Alaska und Kanada wird einsamer sein wie die Mongolei.
    5.) Die Mongolei ist nicht so einsam wie man denkt. Jeden Morgen hatten wir Besucher. Egal wo wir zelteten. Davon abgesehen hat es natürlich nicht annähernd die gleiche Infrastruktur wie in Westeuropa. Krankenhäuser sind selten und eine Notfallversorgung ist fast nicht vorhanden.
    6.) Am allerwichtigsten ist, dass so eine Reise immer für einen selbst ist. Man muss für sich selber entscheiden was für einen das Richtige ist.
    Egal wie es bei Dir weitergeht: Ich wuensch Dir alles Gute und eine gute Zeit!
    Patrick

  4. avatar Stobbi sagt:

    Hi Marco,
    sinnvolle Entscheidung Dich erst mal auskurieren.
    Besser jetzt hier als irgendwo in der Pampa. Wobei dort wird es u.U. auch nicht besser eher schlimmer, ich hoffe nur das Du sonst keine Probleme mit dem Magen hast!
    Werde jedenfalls Deine Reise weiterverfolgen!
    Gruß von den 4 Stobbi´s

  5. avatar Michael S. sagt:

    Wünsch dir gute Besserung und
    komm noch gut nach Hause!
    Micha S.

  6. avatar Charly sagt:

    Hi Marco,

    erstmal gute Besserung! Schade, dass Du aus gesundheitlichen Gründen abbrechen und zurückkehren musstest. Jetzt erst mal wieder gesund werden, dann bin ich mal auf Deine weiteren Pläne gespannt. Und falls Du uns vermissen solltest, weißt Du ja, wo Du uns findest 🙂

    Viele Grüße

    Charly

  7. avatar femto sagt:

    Moin.
    Wir lesen, fühlen und ‚überlegen‘ mit.
    LG, STEPHAN! & Familie …

  8. avatar achim sagt:

    servus meister. wenn i des richtig verstand dann hocksch jetzt wieder daheim. schade i hab mi scho gfrogt ob du et au no en abstecher nach down under macha kannsch. des waer echt top gwaessa. leb jetzt in millaa millaa im nord osten von australien.

    ich hoff dir gohts gut soweit und lass mol wieder was von dir hehra

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