Viel Wasser Richtung Florida

Eine nasse letzte Etappe nach Florida.  Party-Meile in New Orleans, weiße Strände am Golf von Mexiko, Reste vom Hurrikan und Ausstellungen der Amerikanischen Marine.

Sumpf oder See? in Texas

Je weiter ich in Texas nach Osten gekommen bin, desto grüner wurde es. Auch der Baumbestand wurde immer dichter. Kurz vor der Grenze zu Louisiana sah es schon fast nach Sumpf aus. Louisiana selbst strahlt ein ganz anderes Flair aus als Texas. Gemütliche Häuser mit Veranda und Schaukelstuhl. Die Atmosphäre war irgendwie anders, entspannter. Und es gibt wieder Campingplätze und ein Visitor Information Center. Beides habe ich in Texas vermisst.

Camp Louisiana

Ich bin auch gleich auf einen an einem See gegangen, war aber etwas besorgt wegen der schwarzen Wolken. Aber es gab überdachte Picknick Bereiche, so einen hab ich gleich genutzt. Ich dachte, wenn ich schon ein Dach über dem Kopf habe, brauche ich kein Zelt aufbauen und hab es mir auf dem Picknick-Tisch gemütlich gemacht. Das erste mal wurde es ungemütlich, als die Stechmücken zu aufdringlich wurden. Aber ich habe ja ein Moskito-Netz dabei. Das zweite mal wurde es ungemütlich als ich nachts aufgewacht bin. Es war laut und feucht. Es hat sintflutartig geregnet und der Wind hat den Regen unter das dach geweht. So hab ich also noch mein Tarp zum Schutz aufgehängt.

Allerdings war alles feucht und der Weg nach New Orleans wurde noch nasser. Bei der Ankunft hat es in strömen geregnet und der Verkehr hat auch keinen Spaß gemacht. Ich bin in ein Motel und als der Regen etwas nachgelassen hat, bin ich mit dem Taxi in das French Quarter. Ein Viertel mit alten Häusern, vielen Bars, Strip-Lokalen, verrückten Leuten, gemütliche Einkaufsläden und Musik. Eine einzige Party-Meile. Der leichte Regen und die hohe Luftfeuchtigkeit waren aber unangenehm, ich wusste nicht, ob ich mehr von außen oder von innen nass werde. Was noch erwähnenswert ist, die Arena der New Orleans Saints heißt…Mercedes-Benz Superdome :-)

New Orleans

New Orleans

New Orleans

French Quarter

French Quarter

French Quarter

French Quarter

French Quarter

French Quarter

French Quarter

French Quarter

French Quarter


Am nächsten Tag habe ich es irgendwie geschafft zwischen zwei Regenfronten weiter zu fahren. Vor mir schwarz und hinter mir schwarz. Und auf dem Weg stand einiges unter Wasser. Im Umfeld von New Orleans waren noch die Reste von Hurrikan Isaac zu sehen. Es lagen Berge von Unrat und Boote am Straßenrand. Aber die Leute sorgen vor, die Häuser werden auf Pfähle gebaut.

Pfahl-Bauten

geparkt durch Isaac


In Mississippi erreichte ich die Golf-Küste an einem Kilometer langen weißen Sandstrand. Ein unheimliche schönes Gefühl wieder am Meer zu sein. Entlang des Strandes fuhr ich weiter Richtung Alabama. Ich machte einen kurzen Stopp bei der USS Alabama, ein Schlachtschiff aus dem zweiten Weltkrieg.

Strand am Golf

USS Alabama


Florida

Und dann habe ich die Grenze zu Florida, das Ziel meiner Reise, erreicht. In Pensacola bin ich ins Motel, denn es hat schon wieder angefangen zu regnen. Und die Luftfeuchtigkeit und Hitze war fürs Motorradfahren alles andere als angenehm. Ich hab schon vom rumstehen geschwitzt, der Fahrtwind hat auch nicht viel Abkühlung gebracht. Im Fernseh hab ich dann gesehen, was hier gerade los ist. Unwetter und Tornado Warnungen in dem Gebiet in dem ich gerade bin. Die Strecke die ich gekommen bin, ist inzwischen teilweise überflutet und die Sturmfront zieht weiter nach Osten.

Blue Angels

So hab ich beschlossen eine weitere Nacht im Motel zu bleiben und habe den Tag im National Naval Aviation Museum in Pensacola verbracht. Hier sind auch die Blue Angels, die Kunstflugstaffel der US Navy stationiert. Da kamen wieder Jugendträume hervor, es war interessant und schön. Zum Abschluss hab ich noch einen klasse Film über das Hubble Teleskop im IMAX gesehen.

Die Wetter Aussichten für Florida sind nicht gut. Ich werde jetzt erst mal nach Daytona Beach fahren, die Atlantik Küste möchte ich auf jeden Fall erreichen. Ob ich dann noch nach Key West runter fahre, werde ich dann entscheiden. Ich war 1996 schon in Florida auf einer Rundreise und auch in Key West. Somit ist das kein Muss. Evtl. flieg ich dann schon früher als geplant heim.

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Veröffentlicht unter Motorradtour, Trans-Nord-Amerika
3 Kommentare auf “Viel Wasser Richtung Florida
  1. avatar Charly sagt:

    Hi Marco, aus Deinen letzten Ausführungen schliesse ich, dass Dein USA-Trip langsam zu Ende geht. Vielleicht schaffst Du es ja noch nach Miami, und Du kannst ja dann die Miami Dolphins unterstützen. Lass Dich durch den Regen nicht unterkriegen, geniesse die restlichen Tage und wir sehen uns bald wieder im Büro.

    Viele Grüße
    Charly

  2. avatar Michael S. sagt:

    Hi Weltenbummler,

    New Orleans scheint ja eine „abgedrehte“ Stadt zu sein. Die Fotos sprechen Bände.

    Am besten gefällt mir im Zusammenhang mit Deinem Reisebericht und dem vielen Nass das Foto mit Dir vor dem Schild „Welcome to FLORIDA. THE SUNSHINE STATE“.
    :-)
    So long Cowboy…

    Micha

  3. avatar Tine sagt:

    Hi Marco, der Regen hat auch was Gutes. Denn ich glaub, dass wir uns nächste Woche noch in Gaggenau sehen;-)
    Viele Grüße, Tine

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