Vogesen 2000

Die Jahresabschluss-Tour 2000 der Gebrüder Michel und Schulz in die Vogesen.

Gefahrene Strecke

Bilder

Bericht

Eine Abschlussfahrt 2000. Unter diesem Motto ging es Samstags um 8.00 Uhr für Matze, Stefan, Michi und mich bei dichtem Nebel in Stuttgart los. Je weiter wir fuhren, desto schlimmer wurde die Suppe. Zunächst fuhren wir auf der Autobahn Richtung Süden. Nachdem wir uns unterwegs schon wärmere Sachen übergezogen hatten, gaben wir in Villingen-Schwenningen die Hoffnung vorerst auf.

Eine Chance wollten wir dem Wetter noch geben. So setzten wir uns in den erstbesten McDonalds und frühstückten. Aber das Wetter wollte nicht so wie wir. Nach einer Stunde entschieden wir, noch ein wenig im Nebel weiterzufahren und dann umzukehren. Doch kaum 5 Minuten gefahren und ein paar Höhenmeter dazugewonnen, lagen die Wolken plötzlich unter und ein strahlend blauer Himmel über uns. Dieser Zustand sollte das ganze Wochenende anhalten und so manchen schönen Ausblick über wolkenverhangene Täler ermöglichen.

Voller Begeisterung ging es los, quer durch den Südschwarzwald in Richtung Basel. Stefan bestand darauf nicht zu tanken, da er mit leerem Tank und möglichst wenig Gewicht durch das Wehrtal brettern wollte. Alle waren einverstanden, da in Basel ohnehin billiger zu tanken war. Matzes Begeisterung erhielt allerdings kurz einen Dämpfer, als sein Hinterrad meinte, es müsse schneller durch das Tal als sein vorderes.

In Basel begann zunächst eine langwierige Odysee auf der Suche nach einer Tankstelle und schließlich nach einem Weg, der abseits der Autobahn in Richtung Vogesen führte. Als wir endlich Frankreich erreichten war erstemal Mittagessen im MCD angesagt. Ganz zum leidwesen der Angestellten, die nicht mit den EC-Kartenlesern umgehen konnten. Wir hatten kein französisches Bargeld und so war die Bezahlung ein etwas langwieriges Unterfangen.

Weitergings zum Ballon d’Alsace. Stefan versprühte auf matschigen Untergrund noch ein paar Angstflecken, die sich auf meiner Maschine niederliesen, aber ansonsten ging es gut voran. Beim Grand Ballon suchten wir Abends nach der ersten Unterkunft. Nur die wollten oder konnten uns nicht aufnehmen. In le Markstein waren wir schließlich fündig.

Nach einem irre Abendessen und einer geruhsamen Nacht ging es am nächsten Morgen bei besten Wetter weiter. Unterwegs ging das Gerücht um, dass Michi seine Maschine nicht entdrosselt hatte, sondern eine weitere Leistungsminderung eingebaut wurde. Auf jeden Fall schaute er sich den Rest der Gruppe weit von hinten an.

Irgendwann verliesen wir die Höhenlagen und begaben uns nach Strasbourg. Als wir in die Wolken eintauchten konnten wir ein paar phantastische Bilder machen. Im schlechten Wetter fuhren wir möglichst schnell und direkt nach Deutschland. Im Schwarzwald ging es wieder nach oben und ins gute Wetter.

Am Sonntagabend kamen wir wieder wohlbehalten in Stuttgart an. Bleibt nur zu sagen: eine super Tour, die man jeden Herbst machen könnte.

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Veröffentlicht unter Motorradtour, Reisebericht

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