Vogesen 2011

Die alljährliche Gebrüder Schulz und Michel Ausfahrt stand wieder an. Anfangs war es sehr schwierig einen Termin zu finden. Als kurz vor der Abfahrt dann noch einer Absprang waren am Schluß Matze, Stefan, Manuel und Marco übrig. Nach kurzem hin und her einigten wir uns zunächst in die Vogesen zu fahren um dann weiter ins Dub Tal vor zu stoßen. Die erste Übernachtung buchten wir im Les Baganelles, das sich auf der IT Ausfahrt im Oktober 2010, schon als gutes Quartier gezeigt hatte.

Gefahrene Strecke

Bilder

Bericht

Tag 1 – In die Vogesen

Stuttgart – St. Marie aux Mines (291 km)

die erste Unterkunft

die erste Unterkunft

Um 15 Uhr war Treffpunkt in Cannstatt. Und oh Wunder es waren fast alle pünktlich und die Mopeds waren alle einsatzbereit und betankt. Wir sind gemütlich durch den Schwarzwald auf kleinsten Strassen gefahren. Mit dem Wetter hatten wir tierisch Glück. Das angekündigte Unwetter ging an uns vorbei.

Frühstück

Frühstück

Bei Feudenstadt hatten wir etwas Regen, kurz danach auch etwas stärkeren, es hielt sich aber in Grenzen. Bei Lahr wollten wir Stefan treffen, der direkt aus Mannheim kam. Er war aber schon ein Stück weiter da es in Lahr bei seiner Ankunft stark geregnet hatte. Beim McDonalds ein paar Orte weiter trafen wir ihn dann. Nach einer kurzen Stärkung, haben wir noch die letzten Sonnenstrahlen genutzt und sind über le Hohneck auf schönen Kurven zum Hotel gefahren. Das les Baganelles zeigte sich wieder als richtiges Bikehotel, es waren viele Mopeds da und der Unterstand schon voll. Wir sind direkt zum Abendessen das wieder ganz hervorragend war. Nach langen Gesprächen sind wir um 1 Uhr ins Bett.

Tag 2 – kleiner Ballon und Regen

St. Marie aux Mines – le Hohneck (102 km)

Auf dem Petit Ballon

Auf dem Petit Ballon

Nach einem gemütlichen Frühstück um 9 Uhr sind wir recht spät losgefahren. Weit sind wir aber nicht gekommen. Zunächst sind wir über den Col du Kreuzweg nach Munster zum tanken. Hier haben wir eine kurze Runde über den Petit Ballon gemacht, was Stefan und Manuel nicht so gefallen hat. Damit deren Strasenflitzer auch noch artgerecht gehalten werden sind wir anschliessend über den Col de la Schlucht. Ausfahren konnten wir diese Rennstrecke aber nicht, die Strasse war nass, es muss kurz davor heftig geregnet haben.

es bleibt nass

es bleibt nass

Wir hatten die Regenfront vom Petit Ballon gesehen, aber nicht geahnt, was da noch auf uns zukommen sollte. Nach dem Col de la Schlucht sind wir auf die Route des Crêtes abgebogen. Beim le Hohneck sind wir zum Essen in die Auberge eingekehrt. Es war schon recht frisch und wolkenverhangen und während dem Essen ging es los mit dem Regen. Und es wollte nicht aufhören. Wir haben noch Karten gespielt in der Hoffnung es wird gegen später besser. Schließlich beschlossen wir in der Auberge die Zimmer zu beziehen und die Nacht hier zu verbringen, bei 40 Euro pro Person inclusive. Halbpension eine faire Sache. Allerdings war die Unterkunft sehr einfach im Stil von Jugendherbergen. Zwar Doppelzimmer aber Etagendusche und WC und keine Handtücher.

Tag 3 – die anderen Ballons

le Hohneck – St. Marie aux Mines (285 km)

Glocke für die Kuh

Glocke für die Kuh

Als wir heute morgen um kurz nach 9 vor die Tür getreten sind, hatte es frische 3 Grad Celsius. Aber es war trocken und die Aussichten waren gut. In der Auberge habe ich mir noch eine kleine Kuhglocke gekauft und vorne an die GS gemacht. Zunächst ging es auf den Grand Ballon. Bei der Abfahrt lockte die Glocke das erste Wild an. Ich bin fasst mit einem Reh kollidiert das direkt vor mir über die Strasse gerannt ist. Das zweite bremste gerade noch ab. Nach dem wir Matze davon überzeugt hatten nicht in die Schweiz zu fahren ging es zum Ballon d’Alsace und dann weiter nach Norden in Richtung von unserem ersten Quartier. Hier lockte die Kuhglocke das nächste Wild an. Vor mir rannte ein Fuchs über die Strasse.

GS in Aktion

GS in Aktion

Nach einer kurzen Stärkung auf dem d’Alsace entdeckte Stefan völlig neue Drehzahlbereiche bei seiner VFR und dass man im 5 stelligen Drehzahlbereiche das Gas stehen lassen kann. Trotzdem waren wir doch relativ gemütlich unterwegs. Als Matze die Führung übernahm hatten wir zunächst ein Problem damit seine Hupe zu hören, schließlich führte er uns noch auf eine kleinen Schotterpiste.

Diskussion über Streckenführung

Diskussion über Streckenführung

Die beiden Strassenflitzer drehten um und nahmen die Strasse um den Berg herum. Die beiden GSen fuhren weiter über den Berg auf einer schönen, sehr kleinen Strasse die mehrmals die Skipiste kreuzte. Auf dem Col de la Schlucht haben wir uns wieder getroffen und intensiv bei einem Kaffee mit echtem Milchschaum die Sonne genossen. Über den Bonhomme ging es zurück zu unserem ersten Hotel, leider war es schon voll. Egal, die hübsche Kellnerin war eh nicht da. Kurz später haben wir ein Hotel gefunden das ein hervorragendes Abendessen hat.

Tag 4 – nach Hause

St. Marie aux Mines – Stuttgart (428 km)

welcher weg geht um den Berg herum?

welcher weg geht um den Berg herum?

Nach einer ruhigen Nacht und einem guten Frühstück brachen wir auf in einen schönen sonnigen Tag. Wir fuhren in den Vogesen nach Norden über Col de Steige und Col du Kreuzweg. Wir wollten Stefan so weit wie möglich nach Norden begleiten. Matze entdeckte mal wieder ein sehr kleines Sträßchen auf der Karte. An der Abzweigung stand da schon ein nettes Schild: Route forestière. Mani und Stefan winkten gleich ab. Wir machten einen Treffpunkt aus und schlossen Wetten ab, wer schneller am Treffpunkt ist. Matze und ich auf direktem Weg auf der Waldpiste oder Mani und Stefan in einem Bogen auf Asphalt. Die Piste war locker zu fahren und wir waren trotz Fotostopp schneller.

Strecke über den Berg

Strecke über den Berg

Ok, die zweite Hälfte war asphaltiert. Im Elsass ging bei der Navigation etwas schief und wir kamen wieder ein Stück nach Süden. Stefan machte sich auf den direkten Weg nach Hause nach Mannheim, Matze, Mani und ich durchquerten das zu warme Rheintal. Eigentlich wollten wir noch einen großen Eisbecher essen, nahmen aber angesichts der späten Stunde nur ein Handeis an der Tankstelle. Auf dem Klassiker über Bad Herrenberg, Dobel, Bad Liebenzell, Weil der Stadt fuhren wir zurück nach Stuttgart.

 

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Veröffentlicht unter Motorradtour, Reisebericht

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